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Pflegetipps für den Herbst und Winter


Pflegetipps für den Herbst:

Die Tage werden kürzer – die Nächte werden kühler, als Standort für Ihre Frangipani eignet sich daher am besten ein warmer, sonniger Platz im Haus. Das Düngen sollte nun eingestellt und die Wassergaben reduziert werden. Ausnahme: sowohl blühende Pflanzen, als auch Jungpflanzen sollten weiterhin regelmäßig gegossen werden.

Gelbe Blätter treten nun immer häufiger auf  diese möglichst nicht abbrechen, sondern das Blatt abschneiden und den Blattstiel am Stamm lassen, bis es von alleine abfällt oder sich leicht lösen lässt.

Da sich auch Schädlinge im kuschelig warmen Klima wohlfühlen, sollte man in regelmäßigen Abständen die Blätter mit Wasser besprühen oder nass abwischen, denn sowohl Thripse, als auch Spinnmilben mögen keine Feuchtigkeit.

Ob ihre Pflanzen von Thripsen oder Spinnmilben befallen sind, erkennen sie an den üblichen Schadbildern: kleine weiße Flecken oder Pünktchen auf den Blättern, sowie dünne Fäden, die an Spinnweben erinnern. Bei starkem Befall fragen Sie in der Gärtnerei Ihres Vertrauens nach Kombi-Stäbchen mit dem Wirkstoff Lizetan. Aber keine Sorge, auch hartnäckiger Schädlingsbefall ist spätestens zur Winterruhe kein Thema mehr, wenn die Pflanzen ihr Blattwerk verlieren und somit den Schädlingen die Nahrungsgrundlage (die Blätter) genommen wird.

 

Frangipani Kahl

Auch in ihrer Heimat halten die Pflanzen zur Nebensaison eine Ruhephase, in der sie ihr Blattwerk verlieren.

 

So bringen Sie Ihre Frangipani sicher durch den Winter:

Wann es Zeit für die Winterruhe ist, entscheiden Sie! Wir empfehlen für nicht-blühende Frangipani, die Winterruhe ca. Mitte/ Ende November einzuleiten. Blühende Pflanzen lassen wir möglichst noch bis Mitte/ Ende Dezember blühen, denn was gibt es schöneres gegen den Herbst-Blues, als eine gute Hand voll duftender Frangipani-Blüten.

Danach wird es allerdings Zeit, die Pflanzen in den wohlverdienten Winterschlaf zu schicken. Dies gelingt, in dem man rechtzeitig die Wassergaben Stück für Stück reduziert und schließlich ganz einstellt, bis die Blätter welk werden und langsam abfallen. Eine schnellere Methode ist es, auf einen Schlag alle Blätter an den Blattstielen abzuschneiden. Bevor es ins Winterquartier geht, sollte allerdings noch abgewartet werden, bis die Blattstiele von alleine abfallen oder sich leicht lösen lassen.

Die häufigsten Gründe, weshalb Frangipani-Pflanzen im Winter eingehen, sind in erster Linie zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich (mitunter auch durch Umtopfen in ungeeignetes Substrat) welches zur Wurzelfäule führt und somit die Pflanze von unten nach oben fault. Die Erde sollte daher über eine längere Zeit austrocknen können, bevor die Pflanze ins Winterquartier gebracht wird. Auch sehr häufig werden Pflanzen mit Kälteschäden an den Triebspitzen (z.B. durch einen zu langen und kalten Aufenthalt im Freien) ins Winterquartier gebracht und die faulen Stellen breiten sich von oben nach unten aus. Auch Rückstände von Blättern, oder Blattstielen, welche nicht entfernt wurden, können im Winterquartier faulen und auch die Pflanze anstecken.

Vieler dieser Probleme können durch die Wahl eines geeigneten Winterquartiers vermieden werden! So können sich z.B. auch faule stellen weniger ausbreiten, je wärmer das Winterquartier gewählt wird. Wir raten zu einer Mindesttemperatur von mind. konstanten 10°C und Trockenheit, jedoch gilt: je wärmer, desto besser. Überwintern Sie Ihre Pflanzen daher lieber auf dem warmen Dachboden, als im feuchten Keller! Licht braucht Ihre Pflanze während der Winterruhe nicht.

Auch sollte man darauf achten, dass der Wurzelballen vor der Winterruhe (wenn die Pflanze kahl ist) möglichst gut austrocknen kann. Kleine Wassergaben sind alle 1-2 Monate möglich (falls der Stamm schrumpelt), ein Schnapsglas voll mit Wasser reicht in der Regel aus.

 

Plumeria obtusa:

obtusa 

Anders als die Plumeria rubra, ist die Plumeria obtusa (Singapore White) eine immergrüne Frangipani-Sorte, d.h. sie ist ganzjährig belaubt, bedarf keiner Winterruhe und muss somit natürlich ganzjährig gepflegt werden. Sie braucht daher auch den ganzen Winter über einen schön warmen, sonnigen Standort. Am besten eignet sich ein beheizter Wintergarten oder das Wohnzimmer.

Gängiges Schadbild an den Plumeria obtusa im Herbst (und auch im Frühjahr) sind schwarze Triebspitzen. Diese können auftreten, wenn es der Pflanze zu kalt war oder sie im kalten Zug stand. Manchmal reicht auch nur ein kurzes Stoßlüften im Winter aus, um solche Symptome zu zeigen. Die Pflanzen treiben aber unterhalb dieser schwarzen Stellen aus. Notfalls hilft auch ein Rückschnitt.

Die dunkelgrünen und fleischigen Blätter dieser Art machen sie zwar nicht sehr anfällig für Spinnmilben und Thripse, wie wir es bei der Plumeria rubra kennen, allerdings kann hier ebenfalls durch höhere Luftfeuchtigkeit oder Kombi-Stäbchen einem Schädlingsbefall vorgebeugt werden.

Schließlich kann aufgrund der Lichtverhältnisse bei uns im Winter kaum vermieden werden, dass auch bei der Plumeria obtusa Blätter welk werden und abfallen. Das ist der natürliche Lauf der Dinge und sollte kein Grund zur Beunruhigung sein.

Sofern einem die Pflege durch die Wintermonate schwerfällt, können schließlich auch bei der Plumeria obtusa die Blätter abgeschnitten und die Pflanze in die Winterruhe geschickt werden. Dies ist zwar nicht artgerechteste, aber auch ein möglicher Weg.

 

Jungpflanzen:

Bei Jungpflanzen muss man unterscheiden zwischen Pflanzen, welche bereits über einen fingerdicken Stamm verfügen und Jungpflanzen mit dünneren Stämmen.

Ist der wasserspeichernde Stamm zu dünn, besteht die Gefahr, dass die Jungpflanze die Durststrecke während der Winterruhe nicht übersteht. Unter diesen Umständen raten wir dazu, die erste Winterruhe auszusetzen und die Pflanze an einem sonnigen und möglichst warmen Standort auch den Winter über normal weiter zu pflegen.

Ist der Stamm hingegen mindestens fingerdick, so kann die Pflanze in die Winterruhe geschickt werden. Hier dürfen allerdings geringe Wassergaben über den Winter nicht fehlen! Am besten kontrolliert man im Abstand von 4 Wochen, ob der Stamm schrumpelt: wenn ja, sollte man ein Schnapsglas voll mit Wasser geben.

Sofern es der erste Winter für die Jungpflanze ist, und Sie sich nicht sicher sind ob der Stamm schon dick genug ist, raten wir dazu, sie lieber durchzukultivieren.

 

Pflanzen mit einer Samenschote:

samenschote

Bis aus einer erfolgreich bestäubten Blüte eine prächtige Samenschote wird, die letztlich aufplatzt und reife Frangipani-Samen zum Vorschein bringt, kann es bis zu 9 Monate dauern.

Wichtig ist es in dieser Zeit, dass die Pflanze (vor allem die Samenschote) genügend Licht erhält und ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Und dies gilt auch während der sogenannten Winterruhe. D.h. diese Pflanzen sollten nicht komplett verdunkelt überwintert werden und es sollten hin und wieder Wassergaben erfolgen. Natürlich bedarf die Pflanze viel weniger Wasser, als im Sommer, da sie unbelaubt ist.

 

Pflanzen mit Blütenständen:

Sofern Sie Ihre blühende Pflanze ab Mitte/ Ende Dezember in den wohlverdienten Winterschlaf schicken wollen und sie bereits alle Blätter abgeknipst haben, aber sie immer noch blüht oder einen Blütenstand besitzt, können Sie diesen über den Winter gerne dranlassen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich im nächsten Sommer an dem selben Blütenstiel vereinzelt neue Blütenknospen bilden.

Sollten Sie im Winterquartier feststellen, dass der Blütenstiel fault oder faulige Stellen bekommen, empfiehlt sich auch hier der Griff zur Gartenschere. Wie beim Schneiden der Blätter auch, setzt man den Schnitt nicht zu nah am Stamm an, sondern lieber etwas weiter weg und wartet, bis die Pflanze das restliche Stückchen selbst abstößt.

 

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