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Pflegetipps für den Herbst und Winter

Pflegetipps für den Herbst:

Die Tage werden kürzer – die Nächte werden kühler, als Standort für Ihre Frangipani eignet sich daher am besten ein warmer, sonniger Platz im Haus. Das Düngen sollte nun eingestellt und die Wassergaben langsam reduziert werden. Ausnahme: sowohl blühende Pflanzen, als auch Jungpflanzen sollten weiterhin regelmäßig gegossen werden.

Gelbe und welke Blätter werden in der Regel gerne abgerissen. Wir empfehlen sie nur abzumachen, wenn sie sich leicht von der Pflanze lösen lassen. Anderenfalls ist es besser das Blatt am Blattstiel abzuschneiden und zu warten bis der Stiel sich leicht lösen lässt oder von selbst abfällt. Das hat zwei Gründe:

Beim Abreissen entstehen kleine oder größere Verletzungen am Stamm. Zum einen ist es optisch schöner, wenn in den kommenden Jahren eine Anordnung von symmetrischen Blattnarben zu sehen ist, als eine Vielzahl mal größerer, mal kleinerer Löcher am Stamm. Außerdem ist die Pflanze mit so einer Wunde (sei sie auch noch so klein) anfälliger für Kälteschäden. Die übliche Schmerzgrenze bei uns gekauften Pflanzen (Ausnahme: Plumeria obtusa) liegt bei 3-4°C. Mit offenen Wunden können jedoch auch wärmere Nächte zum Problem werden. An diesen Stellen kann es daher sehr schnell passieren, dass sie anfangen zu faulen, obwohl die Pflanze ja eigentlich nicht zu kalt stand.


frühling


Schädlinge:

Da sich Schädlinge im kuschelig warmen Klima in der Wohnung wohlfühlen, sollte man in regelmäßigen Abständen die Blätter mit Wasser besprühen oder nass abwischen, denn sowohl Thripse, als auch Spinnmilben mögen keine Feuchtigkeit.

Ob Ihre Pflanze von Thripse oder Spinnmilben befallen ist, erkennen Sie daran, dass ganz viele kleine helle Pünktchen auf der Blattoberseite zu sehen sind. Falls eine spinnwebenartige Substanz zu sehen ist, handelt es sich um Spinnmilben, ansonsten in der Regel um Thripse.

Aber keine Sorge, kräftigen Pflanzen kann ein solcher Schädlingsbefall im Grunde nicht viel ausmachen, denn befallen werden nur die Blätter und spätestens mit der Winterruhe, wenn die Blätter abgefallen sind, wird diesen Schädlingen die Nahrungsgrundlage entzogen und der Schädlingsbefall wird eingedämmt. Falls Ihnen stark befallene Blätter auffallen, können Sie sie einfach abschneiden.

Sollten Sie öfters Schwierigkeiten mit Thripse oder Spinnmilben haben, empfehlen wir Kombistäbchen mit dem Wirkstoff Lizetan, diese gibt es in jedem gut sortierten Gartenfachmarkt zu kaufen – sowohl im Frühling als auch im Spätsommer ein (halbes) Stäbchen ins Substrat stecken und die Pflanze nimmt den Wirkstoff mit jedem Gießen mit den Wurzeln auf und wird somit innerlich gegen den Schädlingsbefall gestärkt.

 

Frangipani Kahl

So wie in ihrem heimischen Klima, sollten Frangipani während der Winterruhe die Blätter fallen lassen, bis nur noch die kahlen Äste zu sehen sind.


So bringen Sie Ihre Frangipani sicher durch den Winter:

Um sicherzustellen, dass Ihre Frangipani den Winter gut übersteht, sollte man möglichst folgendes beachten:

Die Winterruhe wird eingeleitet, in dem man rechtzeitig die Wassergaben Stück für Stück reduziert und schließlich ganz einstellt, bis die Blätter welk werden und langsam abfallen. Eine schnellere Methode ist es, auf einen Schlag alle Blätter an den Blattstielen abzuschneiden. Bevor es ins Winterquartier geht, sollte allerdings noch abgewartet werden, bis die Blattstiele von alleine abfallen oder sich leicht lösen lassen.

Die häufigsten Gründe, weshalb Frangipani-Pflanzen im Winter eingehen, sind in erster Linie zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich (mitunter auch durch Umtopfen in ungeeignetes Substrat) welches zur Wurzelfäule führt und somit die Pflanze von unten nach oben fault. Die Erde sollte daher über eine längere Zeit austrocknen können, bevor die Pflanze ins Winterquartier gebracht wird. Auch sehr häufig werden Pflanzen mit Kälteschäden an den Triebspitzen (z.B. durch einen zu langen und kalten Aufenthalt im Freien) ins Winterquartier gebracht und die faulen Stellen breiten sich von oben nach unten aus. Auch Rückstände von Blättern, oder Blattstielen, welche nicht entfernt wurden, können im Winterquartier faulen und auch die Pflanze anstecken.

Vieler dieser Probleme können durch die Wahl eines geeigneten Winterquartiers vermieden werden! So können sich z.B. auch faule stellen weniger ausbreiten, je wärmer das Winterquartier gewählt wird. Wir raten zu einer Mindesttemperatur von mind. konstanten 10°C und Trockenheit, jedoch gilt: je wärmer, desto besser. Überwintern Sie Ihre Pflanzen daher lieber auf dem warmen Dachboden, als im feuchten Keller! Licht braucht Ihre Pflanze während der Winterruhe nicht.

Auch sollte man darauf achten, dass der Wurzelballen vor der Winterruhe (wenn die Pflanze kahl ist) möglichst gut austrocknen kann. Kleine Wassergaben sind alle 1-2 Monate möglich (falls der Stamm schrumpelt), ein Schnapsglas voll mit Wasser reicht in der Regel aus.

Sollten Sie schwarze Triebspitzen, faulige oder matschige Stellen an Ihrer Pflanze feststellen, so gilt es erstmal Ruhe zu bewahren und die Frangipani frühzeitig aus ihrem Winterquartier zu nehmen und an einen (noch) wärmeren Standort zu stellen. Manchmal heilen faulige Stellen alleine mit der Zeit durch die zusätzliche Wärme ab bzw. trocknen ein. In anderen Fällen kann ein Rückschnitt erforderlich sein. Sollten Sie sich unsicher sein, geben wir gerne Rat.

 

Plumeria obtusa:

obtusa 

Anders als die Plumeria rubra, ist die Plumeria obtusa (Singapore White) eine immergrüne Frangipani-Sorte, d.h. sie ist ganzjährig belaubt, bedarf keiner Winterruhe und muss somit natürlich ganzjährig gepflegt werden. Sie braucht daher auch den ganzen Winter über einen schön warmen, sonnigen Standort. Am besten eignet sich ein beheizter Wintergarten oder das Wohnzimmer.

Gängiges Schadbild an den Plumeria obtusa im Herbst (und auch im Frühjahr) sind schwarze Triebspitzen. Diese können auftreten, wenn es der Pflanze zu kalt war oder sie im kalten Zug stand. Manchmal reicht auch nur ein kurzes Stoßlüften im Winter aus, um solche Symptome zu zeigen. Die Pflanzen treiben aber unterhalb dieser schwarzen Stellen aus. Notfalls hilft auch ein Rückschnitt.

Die dunkelgrünen und fleischigen Blätter dieser Art machen sie zwar nicht sehr anfällig für Spinnmilben und Thripse, wie wir es bei der Plumeria rubra kennen, allerdings kann hier ebenfalls durch höhere Luftfeuchtigkeit oder Kombi-Stäbchen einem Schädlingsbefall vorgebeugt werden.

Schließlich kann aufgrund der Lichtverhältnisse bei uns im Winter kaum vermieden werden, dass auch bei der Plumeria obtusa Blätter welk werden und abfallen. Das ist der natürliche Lauf der Dinge und sollte kein Grund zur Beunruhigung sein.

Sofern einem die Pflege durch die Wintermonate schwerfällt, können schließlich auch bei der Plumeria obtusa die Blätter abgeschnitten und die Pflanze in die Winterruhe geschickt werden. Dies ist zwar nicht artgerechteste, aber auch ein möglicher Weg.

 

Jungpflanzen:

Bei Jungpflanzen muss man unterscheiden zwischen Pflanzen, welche bereits über einen fingerdicken Stamm verfügen und Jungpflanzen mit dünneren Stämmen.

Ist der wasserspeichernde Stamm zu dünn, besteht die Gefahr, dass die Jungpflanze die Durststrecke während der Winterruhe nicht übersteht. Unter diesen Umständen raten wir dazu, die erste Winterruhe auszusetzen und die Pflanze an einem sonnigen und möglichst warmen Standort auch den Winter über normal weiter zu pflegen.

Ist der Stamm hingegen mindestens fingerdick, so kann die Pflanze in die Winterruhe geschickt werden. Hier dürfen allerdings geringe Wassergaben über den Winter nicht fehlen! Am besten kontrolliert man im Abstand von 4 Wochen, ob der Stamm schrumpelt: wenn ja, sollte man ein Schnapsglas voll mit Wasser geben.

Sofern es der erste Winter für die Jungpflanze ist, und Sie sich nicht sicher sind ob der Stamm schon dick genug ist, raten wir dazu, sie lieber durchzukultivieren.

 

Pflanzen mit einer Samenschote:

samenschote

Bis aus einer erfolgreich bestäubten Blüte eine prächtige Samenschote wird, die letztlich aufplatzt und reife Frangipani-Samen zum Vorschein bringt, kann es bis zu 9 Monate dauern.

Wichtig ist es in dieser Zeit, dass die Pflanze (vor allem die Samenschote) genügend Licht erhält und ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Und dies gilt auch während der sogenannten Winterruhe. D.h. diese Pflanzen sollten nicht komplett verdunkelt überwintert werden und es sollten hin und wieder Wassergaben erfolgen. Natürlich bedarf die Pflanze viel weniger Wasser, als im Sommer, da sie unbelaubt ist, sie darf allerdings auch nicht verdursten, da die Samenschote sonst von der Mutterpflanze abgestoßen wird. Ein Schnapsgläschen Wasser alle 1-2 Wochen sollten genügen.

 

Pflanzen mit Blütenständen:

Sofern Ihre Pflanze noch blüht oder einen Blütenstand besitzt, können Sie diesen über den Winter gerne beibehalten. Es besteht die Möglichkeit, dass sich im nächsten Sommer an dem selben Blütenstiel vereinzelt neue Blütenknospen bilden.

Sollten Sie im Winterquartier feststellen, dass der Blütenstiel fault oder faulige Stellen bekommen, empfiehlt sich auch hier der Griff zur Gartenschere. Wie beim Schneiden der Blätter auch, setzt man den Schnitt nicht zu nah am Stamm an, sondern lieber etwas weiter weg und wartet, bis die Pflanze das restliche Stückchen selbst abstößt.

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